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Erst vor einigen Tagen hatten Goldsucher in Polen mit Grabungsarbeiten begonnen. Die Schatzsucher wollten Gewissheit haben, ob es einen Nazi-Goldzug tatsächlich gibt. Der Traum ist vorerst geplatzt - die Suche zunächst eingestellt.

Von Henryk Jarczyk, ARD-Studio Warschau.

Die Suche ist beendet - vorerst. Vielleicht habe das Team an falscher Stelle gegraben, teilt Adrzej Gaik mit, Pressesprecher der deutsch-polnischen Schatzsucherfirma XYZ. Daher werde die Suche nicht grundsätzlich eingestellt, sondern lediglich auf einen späteren Termin verlegt. Pech habe man gehabt, sagt Gaik: "Dort wo wir bislang gesucht haben, gibt es keinen Zug, keinen Tunnel, keine Bahnweiche. Es gibt nur jede Menge Hinterlassenschaften aus der Eiszeit. Und sie sind das ganze Unglück unserer Forschungen. Sie störten das Signal unserer Georadare. Eben weil sie eine Form angenommen haben, die einem Tunnelgewölbe ähnlich ist."

Dabei waren sich der in Polen lebende Hobbyhistoriker Andreas Richter und sein polnischer Partner Piotr Koper ziemlich sicher. Unweit der Bahnstrecke von Wroclaw nach Walbrzych, konkret am Kilometerabschnitt 65, würden sie - wenn schon nicht den sagenumwobenen Zug - so doch wenigstens einen Tunnel finden, versicherten die Männer. Beide Vermutungen erwiesen sich nun offenbar als falsch.

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Die Hobby-Historiker Piotr Kaper und Andreas Richter

Weitere Arbeiten seien nun nötig, erklärt Gaik, aber mit anderen Methoden. "Wir werden geologische Bohrungen zwischen 30 und 50 Meter Tiefe in Auftrag geben. In diese Öffnungen werden wir Sonden einführen, die uns dann zeigen, ob sich dort etwas befindet. Das werden wir auf einem längeren Abschnitt machen, wir planen mehr als zehn Bohrungen, um diese Gegend genau zu überprüfen."

Goldgräberstimmung

Wobei sich die Frage für die Schatzsucher, ob die Bohrungen erfolgreich sein werden, offenbar gar nicht stellt. Zumal die Region, versichert Pressesprecher Gaik, schon jetzt von der Nachricht mächtig profitiere, dass es in der Gegend den sogenannten "goldenen Zug" geben könnte: "Wir haben zurzeit allein im Schloss Fürstenstein die Zahl der Reiseleiter verdreifacht, um die stark gewachsene Zahl der Touristen bewältigen zu können."

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  • Panorama
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    REGIE: JO FABIAN 
    DRAMATURGIE: HELMUT SCHÄFER 
    BÜHNENBILD: JO FABIAN 
    KOSTÜMBILD: JO FABIAN , KATHARINA LAUTSCH 
    REGIEASSISTENZ: DIJANA BRNIC , STEFAN KUK 
    LICHT: JOCHEN JAHNCKE 

    "Dieses Stück", so der Autor, "enthält nichts außer dem, was es enthält, also: keine Anspielungen auf irgend etwas und keine Metaphern. Zwischen den Zeilen steht nichts." Der letzte Gefangene geht von Bord und unterschreibt die Erklärung, in einem vorbildlich organisierten und gerechten Staat zu leben. Der Kommandant der Polizei bemüht sich, ihn an seine oppositionelle Haltung zu erinnern, an seinen Bombenwurf auf einen General des Landes, vergeblich. Der letzte Oppositionelle lobt die Errungenschaften der Gesellschaft und muss schließlich frei gelassen werden. Nun gerät die Polizei unter Druck, da es keine Verbrechen mehr zu bekämpfen gibt und ihre Funktion, Staat und Gesellschaft zu schützen, obsolet wird. In der Not überredet der Kommandant einen vorbildlichen Mitarbeiter, Unruhe zu verbreiten, um doch Aufruhr zu stiften, doch auch das misslingt. Der letzte Ausweg: der vorbildliche Mitarbeiter selbst wird verhaftet.

    Sławomir Mrożeks satirisches "Drama aus der Sphäre der Gendarmen", 1958 erschienen, zeichnet eine Gesellschaft, der die Fähigkeit zur Anpassung zur zweiten Natur geworden ist, die totalitären Verhältnisse müssen nicht länger durch die Autorität der Institutionen erzwungen werden, die einzelnen Mitglieder der Gesellschaft sorgen selbst dafür, dass die Idee des Widerstands unmöglich wird.

    Jo Fabian arbeitet als Autor, Regisseur, Choreograph, Bühnen- und Kostümbildner, Lichtdesigner, Komponist, Videokünstler, Theaterproduzent, Zeichner und Programmierer. Er ist 1960 in Berlin (DDR) geboren. Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule in Rostock wird er an verschiedenen Stadttheatern der DDR als Schauspieler engagiert. Seit 1984 inszeniert Jo Fabian selbst. 1989 gründet er die Freie Theatergruppe DEPARTMENT und inszeniert dort meist eigene Texte. Parallel arbeitet er auch weiterhin als Regisseur an deutschen Stadt- und Staatstheatern und im Ausland. Dort geht er überwiegend von Textvorlagen anderer Autoren aus. In mehr als 60 Inszenierungen hat Jo Fabian ein eigenes Theaterkonzept entwickelt, das an die französische Avantgarde der Zwanzigerjahre anknüpft und auf wesentliche Elemente des Surrealismus zurückgreift. Sein Konzept eines Spektralsurrealismus erforscht die Mechanismen des Unbewussten und dessen Einfluss auf die künstlerische Produktion und deren Wahrnehmung durch den Zuschauer. Jo Fabian nutzt und verbindet hierbei Ausdrucksformen unterschiedlicher Genres wie Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation. 1994 wurden zwei seiner DEPARTMENT-Produktionen (Whisky & Flags und Keine Gnade) zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 1999 erhielt Jo Fabian den „Deutschen Produzentenpreis für Choreographie“. 2013 wurde seine Hallenser Inszenierung Die Weber zum Berliner Theatertreffen nominiert. Neben seinen freien Produktionen in Berlin und den Niederlanden arbeitet Jo Fabian auch an Stadt- und Staatstheatern in Halle, Cottbus, Dresden, Konstanz, Magdeburg und Stuttgart. Seit 2011 besteht eine kontinuierliche und intensive Zusammenarbeit mit dem Theater an der Ruhr in Mülheim. Die jüngste gemeinsame Produktion war Anfang 2015 Anton Tschechows AUF DER GROSSEN STRASSE.

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